Donnerstag, 14. Januar 2010

Die längsten Weihnachten meines Lebens


Das Lesen der diversen Beiträge zum Thema ideale Weihnachten hat mir die Vielfältigkeit gezeigt, wie man/frau ideale Weihnachten beschreibt. Einen gewissen Zynismus bei den Schilderungen habe ich erwartet. Ich denke, dass die meisten den Blogg und die Kommentare im selben Stil geschrieben haben oder weil sie im Frauen- oder Männerstil schreiben sollten, haben sie wohl noch eins draufgelegt. Manche Kommentare waren sehr witzig andere eher Gemeinplätze, wobei ich mich nicht ausnehme. das Lesen der ersten Beiträge war noch lustig, aber es wird schnell unübersichtlich und einwenig beliebig.
Manchmal ist "Gender und Sprache" für mich schon ein Thema. Aber im verlaufe meines nun doch schon längeren Lebens habe ich die Erfahrung gemacht, dass sich die Schreibstile von Männern und Frauen immer mehr angleichen oder vermischen. Ich persönlich bin der Meinung, dass die Sprache unabhängig vom Geschlecht eher die Persönlichkeit eines Menschen wiedergibt.
Meine Haltung gegenüber Weihnachten widerspiegelt sich nur zum Teil in meiner Sprache, da ich in der Öffentlichkeit nicht alle meine Gedanken frei kundtun möchte. Deswegen wohl eine Prise Zynismus.
Die Anonymität ist ja nicht wirklich, da man/frau sich wieder an der nächsten Präsenzveranstaltung sieht und die Bloggs sind ja auch nicht besonders anonym. Ich schreibe eigentlich nie anonym, und wenn, dann hätte ich eher das Bedürfnis, aus meiner Anonymität herauszutreten und auf mich aufmerksam zu machen.
Die Anonymität könnte aber durchaus Vorteile haben, wenn es darum ginge, dass Schülerinnen und Schüler über heikle Themen diskutieren. So kämen wahrscheinlich mehr ehrliche Meinungen auf den Tisch. Über Meinungen oder Thesen könnte dann im Plenum diskutiert werden. Die Anonymität eignet sich auch gut für Umfragen, die einwenig heikel sind.
Die Anonymität birgt aber auch Gefahren, wenn nicht klare Regeln aufgestellt werden. Die Anonymität verleitet oft genug zu Blödeleien oder Beleidigungen. Jedenfalls wäre es ein guter Anlass, um mit Jugendlichen über das Thema Anonymität, Offenheit oder Zivilcourage zu sprechen.

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