Donnerstag, 18. Februar 2010

Dilemmas von eLearning


An einer Weiterbildungsveranstaltung im Sommer 2010 möchte ich educanet2 an unserer Schule als verbindliche Kommunikationsplattform einführen. Dabei geht es nicht nur darum, wie educanet2 oder Online-Plattformen generell für den Unterricht genutzt werden können. Ziel dieser Weiterbildung ist es vielmehr, den Lehrpersonen educanet2 als mögliche Plattform für den internen Austausch zu nutzen. Bei der Realisierung dieses Vorhabens sind einige Punkte zu beachten.

Dilemma 1:
An unserer Schule stehen uns diverse Kommunikationsplattformen zur Verfügung:
  • Webseite
  • Schulserver
  • email-Schule
  • email-privat
  • educanet2
Es ist wichtig, die diversen Plattformen bestimmten Aufgaben zuzuordnen. Ein erster Versuch in diese Richtung wurde bereits unternommen.
Das Dilemma bei dieser Zuordnung liegt darin, dass für eine Aufgabe mehrere Möglichkeiten bestehen. Zudem wird in Kürze als weitere Plattform wird die Datenbanklösung für das LehrerOffice eingeführt. Für die Lehrpersonen ist es eine Zumutung, immer alle Plattformen regelmässig zu besuchen. Deshalb stell sich die Frage, ob es nicht sinnvoller wäre, educanet2 als verbindliche Hauptplattform zu wählen.

Dilemma 2:
Klassenlehrpersonen oder Lehrpersonen, welche Sprachfächer unterrichten, sehen den Gebrauch von educanet2 wohl am ehesten ein, da sie diese Funktionen auch in ihrem Unterricht anwenden können und so froh sind, wenn sie educanet2 beherrschen. Teilzeitlehrpersonen oder Lehrpersonen, welche die Fächer Gestalten oder Hauswirtschaft unterrichten und educanet2 für den Unterricht wohl eher weniger benutzen, sind sicher weniger motiviert. Soll educanet2 als Kommunikationsplattform funktionieren, ist es aber wichtig, dass alle Lehrpersonen damit vertraut sind. Es gilt aufzuzeigen, dass gerade bei der Heterogenität unseres Lehrerteams eine verbindliche Plattform die Kommunikation erheblich erleichtern kann.

Dilemma 3:
Für viele Lehrpersonen an Präsenzschulen ist digitale Kommunikation und vor allem deren Verbindlichkeit immer noch zweitrangig. Hier gilt es aufzuzeigen, dass die digitale Kommunikation das persönliche Gespräch nicht ersetzt, sondern ein zeitsparendes Hilfsmittel ist.

Dilemma 4:
Sehr viele Lehrpersonen hegen die berechtigte Angst, dass mit der Einführung von eLearning ein Mehraufwand in der Freizeit verbunden ist. Hier gilt es, mit allen Beteiligten klare Regeln in Bezug auf den Umgang mit eLearning zu treffen.

Dienstag, 16. Februar 2010

Zeitfrage


Zeitmanagement für Online-Phase
Die Aufgaben, welche im Kurs "Lernprozesse online gestalten" gestellt werden, sind vom zeitlichen Aufwand her durchaus machbar. Wie bereits mehrmals erwähnt, finde ich das Konzept des Kurses sehr gut. Immer wieder mal die gleichen Plattformen zu besuchen und dort eine kurze Aufgabe zu erledigen gibt mir Sicherheit und Routine im Umgang mit Online-Plattformen.
Eine eigentliche Strategie für ein Zeitmanagement habe ich eigentlich nicht entwickelt. Das Motto "Was du heute kannst besorgen, verschiebe lieber nicht auf Morgen" würde ich nicht unbedingt als Strategie bezeichnen, aber es funktioniert. So habe ich also einfach jeweils auf educanet nachgeschaut, ob eine Aufgabe für mich bereit liegt und sie dann gleich erledigt, falls ich Zeit dazu fand. Ansonsten wurde sie bei der nächstbesten Gelegenheit in Angriff genommen. Auf diese Weise wurden die Aufgaben für mich eigentlich nie zur Belastung.
Inhalte des Geschreibsel
Diese Arbeitsmethode hat aber einen entscheidenden Nachteil. Ich bin zwar immer à jours bei der Erledigung der Aufgabe, aber eben manchmal mit Betonung auf Erledigung. Meist schreibe ich einfach nieder, was mir spontan in den Sinn kommt. Ein eigentliches Überdenken, Skizzieren und Bearbeiten der Inhalte kommt zu kurz. Meist trage ich Ideen und Entwürfe mehrere Tage mit mir herum, bis ich sie dann in die schriftliche Form bringe. Bei einem Blog-Eintrag ist dies wohl eher nicht angesagt. Für mich stellt sich die Frage, was der Gewinn des Blog-Eintrags sein soll. Geht es darum, Gedanken spontan niederzuschreiben? Dann ist dies Form ok. Geht es darum, vertieft über ein Thema zu reflektieren? In diesem Fall ist die Form des Blog-Eintrags für mich zu mager.
Was ist ein Tagebuch?
In Klammer sei noch angefügt, dass ich schon mehrere Anläufe gestartet habe, ein Tagebuch zu schreiben, um meine Gedanken festzuhalten. Aber ich bin nie über die ersten paar Seiten hinausgekommen. Das Tagebuchschreiben liegt mir einfach nicht. Da schreibe ich schon viel lieber Liebesbriefe. Für die Schule ist dieses Instrument aber sicher ein taugliches Mittel, denn Zeitmanagement und inhaltliche Reflexionen über einen längeren Zeitabschnitt sind für die Schülerinnen und Schüler ein gutes Übungsfeld.
Minimale Anforderungen
Eigentlich hätte ich an meine Blogs höhere Erwartungen. Aber im Moment fehlt mir dazu wirklich die Zeit und vielleicht auch das Interesse. Ich habe mir aber vorgenommen, mich vermehrt mit dem Thema Blog auseinander zu setzen. Als erstes werde ich die noch ungenutzten Einstellungs- und Gestaltungsmöglichkeiten genauer anschauen. Dann werde ich mit den Deutschlehrkräften mögliche Inhalte für Blogs für Schülerinnen und Schüler suchen und die inhaltliche Anforderungen klären. Und dann steht wohl die Frage an, welche Plattform für die Blogs gewählt werden soll. Welche Plattformen sind wirklich Schülerinnen- und Schüler-gerecht? Hier wäre ich froh um Tipps am letzten Präsenztag.

Montag, 1. Februar 2010

elearning-Werkzeug


Einstellung zu eLearning- Werkzeugen
Von den diversen eLearning-Werkzeugen bin ich immer mehr begeistert. Mit eLearning habe ich eine neue Art entdeckt, wie man mit Personen online in Beziehung treten kann. Irgendwie finde ich es spannend, dass etwas zwischen Menschen entstehen kann, auch wenn sie nicht am gleichen Tisch sitzen. Lange war ich online-Plattformen gegenüber eher skeptisch eingestellt. je mehr ich mich damit befasse, umso faszinierender wirken sie auf mich.
Vor allem die Foren haben`s mir angetan. Ich habe seit dem ersten Kurstag schon einige Foren mit meinen Schülerinnen und Schülern bestritten. Sie haben ebenfalls Spass daran und merken manchmal gar nicht mehr, dass sie Texte schreiben, was ihnen sonst nicht besonders gefällt. Besonders spannend ist es, mit den Schülerinnen und Schülern über Themen wie Anonymität oder Distanz zu diskutieren. Ebenso entstehen immer wieder spannende Diskussionen darüber, wie man sich im Netz positioniert. Schülerinnen und Schüler kommunizieren häufig übers Netz. eLearning empfinden sich als eine Bereicherung dieser Tätigkeit.
Die Frage der Mehrbelastung für Lehrpersonen im Bezug auf eLearning hat sich für mich noch nicht geklärt. Die Lehrpersonen setzen eLearning mit der Aufweichung ihrer Privatsphäre in Verbindung und haben das Gefühl, für ihre Schülerinnen und Schüler jederzeit verfügbar zu sein. In dieser Beziehung muss ich mir schon noch ein paar Argumente einfallen lassen, wenn ich an unserer Schule nach einer Weiterbildung im nächsten Sommer mit dem Thema "Lernprozesse online gestalten" Erfolg haben will. Wie bereits am letzten Kurstag erwähnt, wäre ich froh um einige Tipps.

Unterrichtsprojekt
Im Bezug auf mein Unterrichtsprojekt habe ich keine Konkretisierung erlebt - höchstens eine Bestätigung, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Vielleicht ist mein Projekt für eine Besprechung schon zu weit vorgeschritten oder meine Partnerin ist in Bezug auf die Unterrichtsstufe zu weit von meiner entfernt. Von ihrem Projekt habe ich aber einiges für mich mitnehmen können.
Ich bin gespannt auf die Vorstellung der einzelnen Projekte am nächsten Präsenztag.